Dass die Künstlerin ihre in letzter Zeit gemalten Arbeiten mit Neonfarben gestaltet, zeugt von Mut, von Unkompliziertheit und von ihrer Begeisterung, Neues zu entdecken.
Ohne aufdringlich zu sein, setzen die Neonfarben heitere Akzente und fügen sich mit den anderen Farben zu einer harmonischen Einheit.
Frisch und frech, jung, selbstbewusst und temperàmentvoll kommen diese Bilder daher.
Diese Bilder weisen auch lineare Akzente auf.
Diese tauchen aus den Farbformen auf, um dann wieder hinter ihnen zu verschwinden. Sie sind mal sichtbar, mal unsichtbar, mal gegenständlich oder rein linear.
Dort, wo wir menschliche Körperteile, einen männlichen Rückenakt, einen gestreckten Fuß oder einen Vogelkopf assoziieren können, drängt sich kein Anfang einer Erzählung auf.
Allzu schnell lösen sich die Dinge wieder auf.
Es sind nicht die Farben, sondern solche impulsiven Zeichnungen, mit denen Helga von Jena ihre Bilder beginnt. Dabei lässt sich die Künstlerin von Motiven z. B. aus Zeitungen und von Fotografien inspirieren.
Diese hat sie neben sich liegen und schaut ausschließlich auf sie, während ihre Hand blind die Zeichnung auf die Leinwand bannt.
Aloisia Föllmer, 2024
Kunsthistorikerin