Wollte man Helga von Jena kunsthistorisch einordnen, müsste man sie mit dem Etikett „Informell“ versehen. Mir kommt jedoch immer auch etwas anderes in den Sinn: Auf mich wirken ihre Gemälde, die so offen sind und auch nicht begrenzt durch einen festen Rahmen, wie ein Blick auf die Bestandteile der Kunstwelt, als würde man mit einer starken Lupe vor einem Bild von Monet, Sisley oder Seurat stehen und ihre lichtdurchfluteten Landschaften und Stadträume um ein Vielfaches vergrößern. Farbe liegt neben Farbe, überlagert andere Farbfelder, webt ein Muster aus Flecken, das jedoch immer transparent und luftig bleibt.
Sarah Debatin, M. A., 2006
Kunsthistorikerin