F5

2019 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm
2016-2020
Phase 7

Was aber sehen Sie? Bilder, in denen verschiedenfarbige und verschiedengroße Flecken in sehr unterschiedlicher Anordnung auf weißem Grund auftreten, sich reihen, wimmelnd durcheinanderpurzeln, sich zu formatfüllender Dichte zusammenballen oder sich tänzerisch locker auf dem Bildfeld verteilen. Überschneidungen suggerieren Dreidimensionalität, der Grund wird zur Bühne, die Fläche zum Raum, das Nebeneinander zum Nacheinander, Miteinander, Gegeneinander:
Dem Eindruck lebendiger Bewegung vermag sich wohl keiner beim Betrachten dieser Bilder zu entziehen.

Das breiten Spektrum der teils opak, teils transparent gesetzten Farben – Helga von Jena „setzt“, wie sie es selbst benennt, ihre Farbformen eher, als dass sie sie durch Farbauftrag bilden würde – das Spektrum der Farben entspricht in seiner Breite dem der Formen, jedoch nicht im Sinne einer Festlegung der Beziehung zwischen beiden Gestaltungsfaktoren. Festlegung findet in diesen Bilder generell nicht statt, eine gleichwohl vorhandene Ordnung stellt sich im Schaffensprozess spontan, im gleichsam musikalisch improvisierenden Zusammenspiel von Aktion und Reaktion ein.

Man könnte von einer Polyphonie der Farben und Formen sprechen, von Melodiefolgen und Akkordballungen, von Rhythmen und dynamischen Abstufungen. Die latente Geometrie der einzelnen Elemente aber – Strich, Kreis, Rechteck, Quadrat – wird modifiziert durch den nachvollziehbaren Pinselduktus der manuéllen Aktion, der sich, in der Tradition der informellen Malerei, mitunter der Lesbarkeit von Zeichen und Chiffren nähert.

Bemerkenswert finde ich, dass es Helga von Jena gelingt, seit Jahrzehnten in der beschriebenen Weise zu arbeiten, ohne dass sich ihr Gestaltungsprinzip jemals totgelaufen hätte oder dass es dabei zu Redundanzen und Wiederholungen gekommen wäre. In der Ausstellung sind ältere neben. .. . neueren Arbeiten zu sehen. Die letzteren unterscheiden sich von den früheren durch ihren lichteren, zarteren Charakter und die stärker – ich formuliere es jetzt einmal bewusst paradox – in den Vordergrund tretende Rolle des weißen Hintergrundes.

Prof. H. Gercke, 2018
Kunsthistoriker (früherer Direktor Heidelberg Kunstverein)

F2

2019 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

F2

2020 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

F3

2019 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

F3

2020 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

F4

2020 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

F5

2020 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

F7

2020 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x160 cm

H1

2016 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x160 cm

H2

2016 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

H3

2018 | Mischtechnik auf Leinwand | 50x50 cm

H7

2018 | Mischtechnik auf Leinwand | 50x50 cm

IH6

2017 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

IIH8

2017 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x160 cm

IGL2

2017 | Mischtechnik auf Leinwand | 50x50 cm

IGL9

2017 | Mischtechnik auf Leinwand | 50x50 cm

IGL4

2017 | Mischtechnik auf Leinwand | 50x50 cm

IGL5

2017 | Mischtechnik auf Leinwand | 50x50 cm

IGL12

2017 | Mischtechnik auf Leinwand | 50x150 cm

Ohne Titel

2016 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x100 cm

Ohne Titel

2017 | Mischtechnik auf Leinwand | 100x160 cm